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Stand: 27.12.2018

Gewinner & Verlierer

Das Artensterben geht weiter – das zeigen der aktuelle Living Planet Report des WWF und die Internationale Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Unter allen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde gibt es viel mehr Verlierer als Gewinner. Weil wir Menschen bereits zahlreiche Lebensräume zerstört und natürliche Prozesse auf fatale Weise verändert haben.

 

Dass es aber auch Gewinner gibt, zeigt, dass wir die Abwärtsspirale beenden können, wenn wir nur wollen – und entsprechend handeln.

Verlierer des Jahres 2018

Das Netzwerk des Lebens muss immer mehr brutale Einschnitte verkraften.  Viele Tier- und Pflanzenarten sind durch den Verlust ihres Lebensraumes bedroht, andere durch Übernutzung, das Einbringen gebietsfremder Spezies, den Klimawandel, die Wilderei und den illegalen Handel. Für folgende Arten ging es in den vergangenen zwölf Monaten rapide abwärts:

Bilder der Verlierer:

Gewinner des Jahres 2018

Seit mehr als 50 Jahren kümmert sich der WWF um Tier- und Pflanzenarten, die ohne Hilfe keine Überlebenschance hätten. Dabei konzentriert sich die Umweltstiftung auf die ökologisch, wirtschaftlich und kulturell wichtigsten Arten und Artengruppen der Erde und führt für sie weitreichende und langfristige Schutzprogramme durch. Für folgende Arten ging es dieses Jahr nachweislich aufwärts:

Bilder der Gewinner:

Artenvielfalt ist kein Luxus

Wir alle brauchen sie zum Leben. Amphibien etwa vertilgen Insekten und begrenzen damit zum Beispiel Ernteschädlinge und die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber. Ohne Elefanten als Samenverbreiter würden sich viele Pflanzen in zentralafrikanischen Wäldern, besonders große Baumarten, kaum noch vermehren. Ganz zu schweigen von unzähligen Arten, die für die Nahrungssicherung der Menschheit von größter Bedeutung sind. So bestäuben Insekten etwa drei Viertel aller vom Menschen genutzten Nahrungspflanzen.

 

Der Ausfall einer Art kann daher eine Kaskade von Veränderungen in Gang setzen. Dabei kennen wir viele Arten noch zu wenig, um die Folgen ihres Verschwindens überhaupt abschätzen zu können. Was wir wissen: Sie alle gehören zum globalen ökologischen Netzwerk, das auch uns Menschen trägt. Deshalb brauchen wir den Tiger genauso wie die Honigbiene oder den Frosch.