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Stand: 10.12.2019

Mangrovenmanagement auf Madagaskar

Madagaskar liegt im Südwestindischen Ozean vor der Küste von Mosambik. Der zweitgrößte Inselstaat der Welt ist fast doppelt so groß wie Großbritannien und Irland zusammen. Madagaskar zählt zu den ältesten Inseln der Welt. Es wurde schon vor über 90 Millionen Jahren vom Festland getrennt. Durch die isolierte Lage hat sich die Natur auf Madagaskar eigenständig entwickelt. Die vielfältigen geologischen Formationen und Landschaften der Insel schaffen einzigartige Lebensräume. Mehr als 80 Prozent der Tier- und Pflanzenarten, die heute auf Madagaskar vorkommen, sind endemisch, das heißt es gibt sie nur dort.

Mangroven in Madagaskar © Uwe Johannsen / WWF
Mangroven in Madagaskar © Uwe Johannsen / WWF

Doch vom Artenreichtum der Insel hat ein Großteil der Bevölkerung nicht viel. Die meisten der 24 Millionen Einwohner leben in bitterer Armut. Viele sind auf die Nutzung der natürlichen Ressourcen angewiesen. Madagaskar gehört zu den zehn ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt.

 

Der WWF setzt sich seit mehr als 50 Jahren aktiv für den Schutz der Natur und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen auf Madagaskar ein.

Einzigartige Pflanzen und Tiere

Madagaskar © WWF
Madagaskar © WWF

Zu den Schätzen Madagaskars gehören tropische Regenwälder, bunte Korallenriffe, erhabene Baobab-Alleen und seltene „Waldgeister“, die Lemuren.

 

Lage: Madagaskar liegt vor der Ostküste Mosambiks im Indischen Ozean.

 

Fläche: Die viertgrößte Insel der Welt ist etwa anderthalbmal so groß wie Deutschland.

 

Lebensraum: 95 % der Reptilien-, 80 % der Säugetier -, und 64 % der Vogelarten Madagaskars sind endemisch, leben also nur dort.

Madagaskar-Arten im Artenlexikon des WWF

Unterwasserwelt in Gefahr

Nicht nur die Natur im Inneren der Insel ist einzigartig. Auch die Küsten beherbergen eine Tier- und Pflanzenwelt, die vielfältiger kaum sein könnte. Dort tummeln sich neben Delfinen und Buckelwalen seltene Schildkröten, Teufels- und Adlerrochen und riesige Thunfisch-Schwärme. Auch viele Haie gehen hier auf Nahrungssuche, etwa Tiger-, Hammer- und Bullenhaie. An den Küsten erstrecken sich ausgedehnte Mangrovenwälder. Sie spielen für das Ökosystem der Insel eine wichtige Rolle und sind die Kinderstube für Krebse, Fische und Garnelen. Doch durch Armut und den Zuzug von Menschen aus dem Hochland, die dort kein Auskommen mehr finden, wurden die Küstenregionen in den letzten Jahren nachhaltig geschädigt. Starke Überfischung führte dazu, dass sich die Fischbestände nicht mehr erholen konnten. Die produktiven Mangrovenwälder werden für Feuerholz und Ackerland gerodet.

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