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Luchse - die Pinselohren kehren zurück

In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Eurasische Luchs (Lynx lynx) wegen seines begehrten Fells und als Räuber von Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren und als Konkurrent für Jäger gnadenlos bejagt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden. Rückzugsgebiete fand er in abgelegenen Regionen der großen Gebirgszüge wie den Pyrenäen, Alpen oder Karpaten. In Deutschland lebten die letzten Exemplare im Bayerischen Wald.

Der Luchs in Deutschland

Rund 84 bis 88 erwachsene Luchse streifen derzeit durch unsere heimischen Wälder. Einschließlich der Jungtiere liegt die Gesamtzahl bei mindestens 137 Tieren (BfN, 2020) für Deutschland. In Bayern wurden im Monitoringjahr 2018/2019 60 selbstständige Luchse (erwachsene und halbwüchsige), sowie 26 Jungtiere nachgewiesen. Runde 70 Prozent der Tiere überschritten zeitweise auch die Grenze zu Tschechien und Österreich.

In Rheinland-Pfalz nimmt die Zahl an Luchsen seit 2016 durch ein vom WWF unterstütztes Wiederansiedlungsprojekt beständig zu. Bereits 18 Tiere (Stand 2020) wurden dort freigelassen. Auch in den Harz wurden zwischen 2000 und 2006 mehrere Luchse angesiedelt. Die größte innerdeutsche Luchspopulation erstreckt sich vom Harz (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) bis an die Weser und nach Nordhessen. Auch in Baden-Württemberg wurden drei Luchsmännchen nachgewiesen, welche aus der Jurapopulation in der Schweiz und der Harzpopulation einwanderten.

Verbreitung des Eurasischen Luchses in Deutschland © WWF
Lupe

Das macht der WWF zum Schutz der Luchse

Der WWF unterstützt das Luchsprojekt Bayern sowie die Luchsarbeit des Nationalparks Bayerischer Wald. Darüber hinaus unterstützt er in Baden-Württemberg die Umweltbildungsarbeit zum Luchs und ist Projektpartner bei der Wiederansiedelung von Luchsen im Pfälzer Wald.

WWF-Luchsbotschafterin Cassandra Steen © Robert Guenther / WWF

WWF-Luchsbotschafterin Cassandra Steen

„Luchse sind so wunderschöne und majestätische Tiere – und sie gehörten ganz selbstverständlich in unsere Wälder, bis der Mensch sie grausam ausgerottet hat. Helft den Katzen mit den hübschen Pinselohren bei der Rückkehr in ihre alte Heimat: Werdet Luchs-Pate!“

Wir machen uns stark für die Rückkehr der Luchse

Die WWF Jugend setzt sich dafür ein, dass die Vierbeiner wieder dauerhaft bei uns heimisch werden, doch dafür bleibt noch viel zu tun.

HELFEN SIE DEN LUCHSEN

Mit einer Patenschaft ab 15 Euro pro Monat begleiten und unterstützen Sie uns dabei, dass der Luchs in Deutschland wieder eine sichere Heimat findet.

KONTAKT

Moritz Klose

Referent Wildtiere Deutschland und Europa

030 311 777 199

moritz.klose(at)wwf.de

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