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Helfen Sie den Nashörnern

Spitzmaulnashörner © iStock / Getty Images
Spitzmaulnashörner © iStock / Getty Images

Im Nationalpark Tsavo East wurde ein Nashorn-Baby geboren. Das ist ein kleines Wunder, hier leben nur noch 14 Spitzmaulnashörner auf mehreren tausend Quadratkilometern. Eigentlich sollten sie längst in eine Art Hochsicherheitstrakt umgesiedelt werden. Denn die Wilderei grassiert – in Kenia wie in anderen Ländern – und ein Nashorn-Horn erzielt astronomische Summen auf dem Schwarzmarkt.

Höchste Sicherheitsstufe für Nashörner

Ein 100 Quadratkilometer großes, streng bewachtes und mit Elektrozaun gesichertes Gebiet im Süden von Tsavo East sollte den letzten Spitzmaulnashörnern der Region mehr Schutz bieten als der riesige Nationalpark. Hier sollten sie sich auch besser finden und paaren können, bis ausreichend Mittel und Ranger zur Verfügung stehen, um ihre Sicherheit im gesamten Park zu gewährleisten. Doch zwei aufeinanderfolgende Wetterkatastrophen – erst lebensbedrohliche Dürre, dann Starkregen mit monatelangen Überflutungen – machten eine Umsiedelung bisher unmöglich.

Unerwartetes Babyglück: Wie aus einer Katastrophe ein Erfolg wurde

Spitzmaulnashorn © naturepl.com / Mark Carwardine / WWF
Spitzmaulnashorn © naturepl.com / Mark Carwardine / WWF

In den letzten Jahren haben professionelle Wilderer über 130 Nashörner in Kenia getötet. Statt im neuen Hochsicherheitsgelände mussten die Ranger vom Kenya Wildlife Service die Nashörner während des vergangenen Jahres weiter in der freien Savanne sichern. Hier wurde einer von ihnen sogar selbst von Wilderern getötet. Keine leichte Aufgabe also, doch die Erfahrung zeigt nun: Es ist möglich!

 

Die Nashörner haben überlebt. Dass sie sogar Nachwuchs gezeugt haben, macht den Erfolg noch größer. „Die Überwachung des Parks funktioniert so gut, dass es keinen zwingenden Grund mehr gibt, die Tiere einzusperren.“ WWF-Afrikaexperte Johannes Kirchgatter ist erleichtert, steht aber gleichzeitig vor ganz neuen Herausforderungen.

Der Erfolg birgt neue Herausforderungen

Das Hochsicherheitsgehege wird nicht lange leer stehen. 23 Nashörner aus verschiedenen anderen Regionen Kenias sollen hier einziehen, sobald das Wetter es zulässt. Denn langfristig soll in Tsavo East wieder eine stabile Nashorn-Population entstehen. 14 Tiere reichen dafür nicht aus. Doch mit der Anzahl der Nashörner steigt auch das Wilderei-Risiko und nun müssen zwei Teilpopulationen geschützt werden – im gesicherten Gelände und im Rest des Nationalparks. „Das bedeutet, wir brauchen zwei Nashorn-Spezialeinheiten und zwei Fahrzeuge“, sagt Johannes Kirchgatter. „Wir sind sozusagen Opfer des eigenen Erfolgs.“ Trotzdem bestätigt der Erfolg den Biologen und Rangern, dass es richtig ist, was sie tun – und wichtig, um in Tsavo East als Schlüsselregion das Spitzmaulnashorn vor dem Aussterben zu retten.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft
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Hinweis: Überschüssige Spendenerträge werden in anderen dringenden WWF-Projekten eingesetzt.