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Otter © Global Warming Images / WWF

#ProtectWaterWasser schützen!

Unser Wasser ist in Gefahr. Die EU-Kommission könnte auf Drängen von Industrie-Lobby und einigen Mitgliedstaaten schon bald den europäischen Schutz unser Flüsse, Seen und Bäche schwächen. Den europäischen Gewässern geht es schlecht. Über Generationen hinweg haben wir sie verschmutzt und zerstört. Nitrat, Quecksilber, Begradigungen, Staudämme – die Liste dessen, was ihnen zu schaffen macht, ist lang.

Wenn die EU-Kommission jetzt auch noch die Schutzstandards schwächt, statt sich endlich für die Gewässer stark zu machen, hätte das fatale Auswirkungen auf wertvolle Ökosysteme. Und für zahllose Vogel-, Fisch-, Säugetier- und Insektenarten, die an und im Wasser leben. Und auf uns.

Mehr als 375.000 Menschen haben ihre Stimme für unser Wasser abgegeben. Vielen Dank! Die Online-Aktion zur EU-Konsultation ist jetzt beendet. Voraussichtlich im Herbst 2019 wird die EU-Kommission eine Auswertung vorlegen. Eine Entscheidung über die Zukunft der Wassergesetze erwarten wir in 2020.

Was ist das Problem?

Über 90 Prozent der Deutschen Flüsse, Seen und Feuchtgebiete sind ökologisch in keinem guten Zustand. Damit liegen wir weit hinter dem EU-Durchschnitt zurück. EU-weit gelten immerhin etwa 40 Prozent der Gewässer als gesund. Über Generationen hinweg haben wir unsere Gewässer verschmutzt und zerstört. Wenn wir so weitermachen hat das katastrophale Konsequenzen - für uns Menschen und für viele Wirtschaftszweige. Und für die Natur mit ihren zahlreichen Arten, die auf diese Ökosysteme zum Überleben angewiesen sind. Europäisches Recht beschützt unser Gewässer und unser Wasser, doch die Mitgliedstaaten wollen diesen Schutz jetzt aufweichen.

Was ist die Lösung? 

Was wir unseren Flüssen und Seen in den letzten Dekaden angetan haben, können wir ohne eine starke Gesetzgebung nicht rückgängig machen. Zum Glück gibt es in der EU ein Gesetzeswerk, das unsere Flüsse, Seen, Bäche, Moore, Sümpfe, Küsten und unser Grundwasser schützt. Ein starkes Gesetz mit dem sperrigen Namen "Wasserrahmenrichtlinie" (WRRL). Unter anderem verpflichtet dieses Gesetz die Mitgliedstaaten dazu, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gewässer wieder in einen ökologisch guten Zustand zu versetzen. Und zwar bis spätestens 2027. Aber während Sie diese Zeilen lesen arbeiten einige Mitgliedstaaten und Lobbyisten daran, dieses Gesetz zu schwächen. Das wäre ein fataler Schritt in die komplett falsche Richtung.