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Deutschlands Offenbarungseid

15. Juni 2018

Petersberger Klimadialog: WWF lädt zur 3D-Bildaktion

Mit einem riesigen 3D-Bild eines Tagebaus macht der WWF vor dem Konferenzgebäude auf die Umweltzerstörung aufmerksam © Daniel Seiffert / WWF
Mit einem riesigen 3D-Bild eines Tagebaus macht der WWF vor dem Konferenzgebäude auf die Umweltzerstörung aufmerksam © Daniel Seiffert / WWF

Als Gastgeber des Petersberger Klimadialogs Anfang kommender Woche wird Deutschland auf dem Prüfstein stehen. „Für Deutschland wird es ungemütlich: Vor dem internationalen Publikum beim Petersberger Klimadialog steht der einstige Klimavorreiter mit leeren Händen da. Das Zögern beim Kohleausstieg wird international deutlich wahrgenommen“, sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.  

 

Bei dem Treffen in Berlin steht die Vorbereitung der Klimakonferenz im polnischen Katowice im Dezember im Vordergrund. Dabei wird es um einen sozial abgefederten Übergang in eine CO2-arme Wirtschaftsweise gehen sowie um ehrgeizigere Klimaziele der einzelnen Länder. Im Moment reichen die Klimaschutzmaßnahmen noch nicht aus, um die Ziele von Paris auch einhalten zu können. Außerdem sollen Lösungen für strittige Punkte beim Verhandlungstext für das Regelwerk des Pariser Abkommens angedacht werden: Im Dezember soll dieses beschlossen werden.  

 

Der WWF wird den Petersberger Klimadialog mit einer außergewöhnlichen Bildaktion begleiten, zu dem die Presse herzlich eingeladen ist:

 

Montag, 18. Juni, ab 8.30 Uhr

Mitten auf dem Pariser Platz, direkt vor dem Tagungsort des Petersberger Klimadialogs und mit Blick auf das Brandenburger Tor, wird sich ab Montagmorgen ein riesiges Tagebauloch auftun. Der Effekt wird mithilfe eines überdimensionalen 3D-Bildes (10x5 Meter) der Künstlerin Fredda Wouters erzielt. Vor Ort werden Ansprechpartner des WWF für O-Töne bereitstehen.

 

Deutschland muss sich zu deutlich mehr Engagement beim Klimaschutz bekennen. „Wir erwarten Sofortmaßnahmen von der Regierung, um das 2020- und 2030-Ziel zu erreichen. Mit Einsetzen der Kohlekommission kann sie nicht alle weiteren, dringend erforderlichen Schritte vertagen. Die Kommission ist kein Blankoscheck für ein Weiter-so in der deutschen Klimapolitik“, so Schäfer.

 

Zu diesen Schritten gehört, dass sich Angela Merkel beim Petersberger Klimadialog für ein höheres EU-Klimaziel für 2030 und ein Bekenntnis zur Treibhausgasneutralität bis spätestens 2050 ausspricht. Um in Polen glaubwürdig für den Klimaschutz weltweit eintreten zu können, ist auch die Frage der Klimafinanzierung essentiell. „Beim Petersberger Klimadialog ist es an der Bundesregierung, mit ihrem Versprechen zur Verdopplung des deutschen Beitrags bis 2020 ernst zu machen. Den Green Climate Fund sollte Deutschland ebenfalls durch eine Verdopplung seines Beitrags unterstützen. Der Klimadialog in Berlin muss bei den Finanzierungsfragen Fortschritte bringen, damit sie in Polen nicht zum Bremser werden.“

KONTAKT

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de

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