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Stand: 15.02.2018

Jahresbericht 2016/17

Panda-Community wächst

Es gibt gute Nachrichten: Der WWF Deutschland kann sich über eine deutlich wachsende Unterstützung freuen. Die Zahl der Förderer wuchs erneut, sie vergrößerte sich um 20.000 auf über 520.000 Menschen. Die Einnahmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Bestmarke von über 77 Millionen gestiegen. Einen besonderen Schub gab es bei den privaten Spenden und Erbschaften: Sie stiegen um 14 Prozent auf über 40 Millionen Euro. Besonders erfreulich ist für den WWF, dass der Aufwärtstrend entgegen der Entwicklung auf dem deutschen Spendenmarkt läuft.

Der WWF sagt Danke!

„Der Zuspruch ist großartig und dafür danken wir unseren Unterstützern herzlich“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. „Angesichts der großen Aufgaben ist es aber auch wichtig, dass wir unsere Arbeit ausbauen können. Die starke Verankerung in der Gesellschaft gibt uns Rückenwind.“

Erfolge im letzten Jahr

Der WWF kann im vergangenen Geschäftsjahr auf große Erfolge zurückblicken, wie etwa die Rückverlegung des Elbdeichs bei Dessau. Die Überflutungsfläche von über 600 Hektar kann sich jetzt der so wichtige Auenwald zurückerobern. Gleichzeitig sinkt dadurch das Hochwasserrisiko an der Elbe - ein Paradebeispiel, wie Mensch und Natur gleichermaßen von Umweltschutz profitieren. Das Projekt zeigt zudem, wie wichtig es ist, die Menschen einzubeziehen. „Die Sorgen und Vorbehalte waren zunächst groß. Heute setzt das Projekt Maßstäbe für ganz Europa“, sagt Eberhard Brandes.

Große Aufgaben der Zukunft

Auch auf internationaler Ebene konnte der WWF viel erreichen. In Vietnam und Laos wurde ein Waldschutz-Projekt abgeschlossen. 195.000 Hektar Wald, etwas mehr als die doppelte Fläche Berlins, wurden unter Schutz gestellt. 110.000 Fallen von Wilderern wurden unschädlich gemacht. Dank alternativer, ressourcenschonender Einnahmequellen steigerte die lokale Bevölkerung ihre Einkünfte um 29 Prozent - und erhält zeitgleich den Wald.

Doch die Aufgaben für die Zukunft bleiben groß. Im Inland müssen Energie- und Klimapolitik umgestaltet werden. Nur mit dem Kohleausstieg bis spätestens 2035 sind die deutschen Klimaziele noch zu erreichen. Dringend ist zudem ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft, um das Artensterben sowie die Belastung von Böden und Wasser aufzuhalten.

Wilderei und Plastikmüll im Fokus

International will sich der WWF Deutschland in den kommenden Jahren ganz besonders bei der Bekämpfung der Wilderei engagieren. Allein die Zahl des Afrikanischen Elefanten ist in den vergangenen zehn Jahren um 100.000 Tiere geschrumpft. Die Wildereikrise bedeutet eine Bedrohung für die Artenvielfalt und beraubt vielen Staaten ökonomischer Potenziale, beispielsweise im Natur-Tourismus. Gleichzeitig destabilisiert die Wilderei mit der einhergehenden Korruption ganze Regionen.

Ähnlich dramatisch stellt sich die Situation der Meere dar: Millionen Tonnen Plastik landen jährlich in den marinen Ökosystemen. Darunter leiden nicht nur zehntausende Tiere – zu den negativen Begleiterscheinungen gehörten auch eine Beeinträchtigung des Fischfangs oder Verlust der Qualität von touristischen Regionen. Deshalb wird die Bekämpfung des Plastikmülls ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des WWF Deutschland sein.

Für alle Smartphone- und Tabletnutzer (iOS und Android) ist der Jahresbericht auch in der WWF-App „WWF Wissen“ abrufbar.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft
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