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Stand: 09.10.2017

WWF-Artenlexikon

Amur-Leopard (Panthera pardus orientalis)

Lebensraum Berg- und Mischwälder der gemäßigten Zone Nordostasiens bevorzugt artenreiche submontane Mischwälder aus Nadel- und Laubhölzern wie Mandschurische Tanne, Korea-Kiefer und Mongolische Eiche
Geografische Verbreitung In Russland im äußersten Südwesten der Provinz Primorje und in China in der gegenüberliegenden Grenzregion in den Provinzen Jilin und Heilongjiang im Südosten des Landes
Gefährdungsstatus Amur-Leoparden sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN „vom Aussterben bedroht“
Bestandsgröße Bei der letzten Zählung im Jahr 2015 wurden insgesamt 70 Amur-Leoparden gefunden

Seltener Einzelgänger

Amur-Leopard. © Valerii Maleev / WWF

Amur-Leoparden sind die seltensten Leoparden weltweit. Ihr Verbreitungsgebiet, die winterkalten und schneereichen Regionen in Nordostasien, teilen sie sich mit Amur-Tigern, die größer und stärker sind als sie. Bei Kämpfen unter diesen Nahrungskonkurrenten sind Leoparden unterlegen und können sich nur schützen, wenn sie sich auf einen Baum retten.

Amur-Leoparden kommen heute nur noch in ca. zwei bis drei Prozent ihres historischen Verbreitungsgebietes vor. Gründe dafür sind vor allem die Wilderei sowohl auf die Leoparden selbst als auch auf ihre Beutetiere, unkontrollierter Holzeinschlag, Waldbrände, die Umwandlung von Amur-Leopardenlebensraum in landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bergbau.

Weiterführende Informationen

In einigen Regionen des historischen Verbreitungsgebietes, aus denen Amur-Leoparden wegen mangelnder Beutetiere verschwunden sind, besteht theoretisch die Chance der Wiederbesiedlung, nachdem sich die dortigen Beutetierbestände erholt haben.

Amur-Leoparden gehören nicht nur zu den seltensten Katzenarten, sondern auch zu den seltensten Säugetieren der Welt. Bei der letzten umfassenden Zählung im Jahr 2015 wurden insgesamt 70 Amur-Leoparden gefunden. Auf russischer Seite leben etwa 57 Amur-Leoparden und 12 bis 15 im benachbarten Nordosten Chinas, wo sie sich neuerdings sogar wieder vermehren.

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