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Stand: 20.03.2018

Abschied vom letzten Bullen

Sudan, das letzte männliche Nashorn seiner Unterart, ist gestorben. © Georgina Goodwin / Barcroft Media / Animal Press
Sudan, das letzte männliche Nashorn seiner Unterart, ist gestorben. © Georgina Goodwin / Barcroft Media / Animal Press

Der Bulle Sudan war das bekannteste Nashorn der Erde. Der 45-Jährige wurde im Ol-Pejeta-Reservat in Kenia rund um die Uhr von Rangern bewacht, aus Angst vor Wilderern. Er war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn. Nun wurde Sudan eingeschläfert, wegen altersbedingter Komplikationen.

Sudan hatte das Glück eines langen Lebens und ist nicht, wie viele seiner Artgenossen, gewildert worden. Die Jagd nach Nashorn-Horn kostet jährlich immer noch mehr als 1000 Tiere das Leben.

 

Von den Nördlichen Breitmaulnashörner bleiben jetzt nur noch die zwei Weibchen Fatu und Najin. Beide leben in einem Reservat in Kenia. Leider waren sie zu Sudans Lebzeiten nicht fortpflanzungsfähig. Aus eigener Kraft hat die Unterart keine Chance mehr zu überleben – der letzte Strohhalm sind nun Initiativen zur künstlichen Befruchtung.  

 

Streberwissen: Das Breitmaulnashorn ist nach dem Afrikanischen und Asiatischen Elefanten das drittgrößte Landsäugetier der Erde. Ursprünglich war das Nördliche Breitmaulnashorn in Uganda, dem Tschad, Sudan und der Zentralafrikanischen Republik sowie der Demokratischen Republik Kongo verbreitet. 

 

 

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