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Stand: 13.12.2016

Karibu - Bild des Tages

Karibukalb © Steve Morello / WWF
Karibukalb © Steve Morello / WWF

Rudolph in Gefahr

Kinder auf der ganzen Welt erwarten in diesen Tagen mit Spannung, dass der Weihnachtsmann ihnen die Geschenke bringt. Natürlich mit dem Schlitten, gezogen von Rentieren. Doch der Weihnachtsmann sollte sich vielleicht schon mal nach neuen Zugtieren umsehen:  Denn die Zahl der Rentiere hat dramatisch abgenommen. In Kanada sind einige Rentierherden bereits um 98 Prozent geschrumpft. Das Komitee zum Stand der bedrohten Tierwelt (COSEWIC) hat das Karibu, den nordamerikanischen Vertreter der Rentiere, nun als gefährdete Art klassifiziert.

 

Die Gründe dafür sind meist menschengemacht. Der Klimawandel stellt auch für Rentiere eine große Bedrohung dar. Rentiere schaben mit ihren Hufen den Schnee beiseite, um Pflanzen zu finden. Mildere Temperaturen bedeuten jedoch mehr Regen als Schnee. Gefriert der Regen auf dem Boden, werden die Futterpflanzen von einer Eisschicht bedeckt. Die Tiere gelangen nicht mehr an ihre Nahrung und verhungern im schlimmsten Fall.

 

Und auch die schlimmste Plage für die Rentiere rückt immer näher: Die Menschen dringen immer weiter in ihren Lebensraum ein, in Kanada unter anderem bedingt durch den Bergbau.

 

Streberwissen: Es sind die einzigen jemals domestizierten Hirsche. Und nicht nur der Weihnachtsmann weiß ihre Dienste zu schätzen: Seit etwa 5000 Jahren halten Menschen Rentiere in Naturweidewirtschaft.

 

 

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