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Stand: 20.02.2017

Monarchfalter - Bild des Tages

Monarchfalter im Schnee © Jaime Rojo via World Press Photo Foundation
Monarchfalter im Schnee © Jaime Rojo via World Press Photo Foundation

Schmetterlinge im Schnee

Der Klimawandel droht, immer mehr ungewöhnliche Wetter zu bringen – und damit Bilder wie dieses: Der ganze Waldboden des El Rosario Butterfly Sanctuary im mexikanischen Michoacán scheint von Monarchfaltern bedeckt. Im März 2016 brachte ein heftiger Sturm viel Schnee in die Berge von Zentralmexiko – verheerend für die Kolonien der Monarchfalter, die sich gerade für ihren weiten Rückweg in die USA und Kanada bereit machten.

Das Bild von Jaime Rojo gewann den dritten Preis der World Press Photo Awards in der Kategorie Einzelbilder Natur.

 

Streberwissen: Die Reise der Monarchfalter gilt als weltweit einmaliges Naturphänomen. In den USA und Kanada machen sich im Spätherbst Millionen der Schmetterlinge auf, um ihr 4200 Kilometer entferntes Winterquartier im Hochland von Zentralmexiko zu erreichen. Da die Insekten eine Lebenserwartung von nur wenigen Wochen haben, braucht es mehrere Generationen für die Wanderung. In Mexiko lassen sich die Falter dann in mehreren kleinen Waldarealen nieder. Ihre Zahl ist so gewaltig, dass sich die Äste der Kiefern, Tannen und Zypressen unter dem Gewicht der federleichten Monarchen verbiegen.

 

2016 hatte sich der Bestand des Monarchfalters erstmals seit vielen Jahren spürbar erholt. Die Zählung des WWF aus dem Frühjahr 2016 zeigte, dass im Vergleich zum Vorjahr fast vier Mal so viele Schmetterlinge in ihrem Winterquartier in Zentralmexiko angekommen waren.

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