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Stand: 13.01.2017

Antarktis - Bild des Tages

Riss im Larsen-C-Schelfeis der Antarktis - John Sonntag / NASA
Riss im Larsen-C-Schelfeis der Antarktis - John Sonntag / NASA

Der große Riss

100 Meter breit ist dieser riesige Riss, der sich durch das Larsen-C-Schelfeis der Antarktis gräbt. Und so lange, dass man selbst aus dem Flugzeug kein Ende sieht: 97 Kilometer!

 

Das Larsen-C-Schelfeis ist ungefähr 350 Meter dick. Sollte die Eisdecke zusätzliche 20 Kilometer weit reißen, droht ein Eisberg von 6500 Quadratkilometer fast doppelt so groß wie Mallorca abzubrechen und ins Weddell-Meer hinaus zu treiben.

 

Schelfeis hat anders als ein Eisberg eine Verbindung zum Festland. Es wird vor allem von Gletschern gespeist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Eis vom Schelfeis löst. „Kalben“ nennen Fachleute das Phänomen. Das Ausmaß der sich aktuell anbahnenden Abspaltung ist jedoch ungewöhnlich: Es könnte einer der größten Eisberge aller Zeiten werden.

 

Streberwissen: Das Larsen-Schelfeis ist nach seinen Buchten (von Nord nach Süd) als Larsen A, Larsen B, Larsen C und Larsen D benannt. Larsen A löste sich im Januar 1999, Larsen B im Februar 2002. Das Larsen-C-Schelfeis würde könnte jetzt mehr als zehn Prozent seiner Fläche verlieren. Einige Forscher befürchten, dass die gesamte Eisplatte dadurch instabil wird.

 

 

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