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Stand: 23.05.2017

Dritter Nationalpark in Bayern

Faire Chance für den Spessart – tragen Sie sich als Unterstützer ein!

Die Bayerische Staatsregierung will einen dritten Nationalpark in Bayern etablieren. Diese Entscheidung begrüßen wir! Denn aktuell wird die Natur in Deutschland auf lediglich 0,6 Prozent der Fläche sich selbst überlassen. Es ist also noch ein weiter Weg, bis das erklärte Ziel der Bundesregierung erreicht ist, auf zwei Prozent der Landesfläche natürliche Prozesse unbeeinflusst von menschlichen Eingriffen zu erlauben.

Wald im Spessart © Michael Kunkel / spessart-wald.de
Wald im Spessart © Michael Kunkel / spessart-wald.de

Unterstützen Sie einen Nationalpark der Premiumklasse!

Setzen Sie ein Ausrufezeichen beim Naturschutz und unterstützen Sie die Etablierung eines Nationalparks im Spessart.

Unterschreiben Sie noch heute auf der Webseite der Bürgerbewegung "Freunde des Spessarts":

 

freunde-des-spessarts.de

Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf will ein „Ausrufezeichen beim Naturschutz“ setzen und „im Dialog mit den Regionen“ einen Nationalpark entwickeln. Nationalparks repräsentieren das nationale Naturerbe in Deutschland. Es sollen großräumige (mindestens 10.000 Hektar) und weitgehend unzerschnittene Gebiete sein, die idealerweise bereits dem Staat gehören. Viele Gebiete kommen daher gar nicht mehr in Frage. Die Staatswaldflächen im Nordsteigerwald, im Spessart und im Ammergebirge würden den Kriterien für Nationalparks in Bayern entsprechen. 

Deutschland trägt für den Schutz der Buche eine globale Verantwortung.

Während im Ammergebirge die Bergmischwälder dominieren, sind die Wälder im Spessart und im Steigerwald überwiegend von der Buche geprägt. Denn von Natur aus würde sich ein Viertel des Weltareals der Rotbuchenwälder in Deutschland befinden. Tatsächlich ist der heutige Buchenwaldbestand in Deutschland schon stark geschrumpft. Er umfasst nur noch etwa sieben Prozent des ursprünglichen Areals. Dennoch gibt es in Bayern derzeit noch keinen Buchenwald-Nationalpark. Um der internationalen Verantwortung Deutschlands gerecht zu werden, müssen Buchenwaldgebiete wie der Spessart oder der Steigerwald im Suchprozess um einen dritten Nationalpark in Bayern besonders berücksichtigt werden.

64 Prozent für Nationalpark im Spessart

Der Steigerwald wurde aus politischen Gründen bereits aus dem Auswahlverfahren ausgeklammert. Im Spessart wird derzeit ein intensiver Dialogprozess geführt. Dennoch besteht auch hier die Gefahr, dass Angst-Kampagnen einflussreicher Gruppierungen einen sachlichen Dialog behindern. Beispielsweise wird mit dem Betretungsverbot im Wald oder der Ausrottung der Eiche im Spessart gedroht.

Es besteht die Gefahr, dass dem Spessart das gleiche Schicksal wie dem Steigerwald droht, dass er nämlich für politisch tot erklärt wird, bevor in sachlichen Auseinandersetzungen Lösungen für offene Fragen gefunden werden. Eine aktuelle Emnid-Umfrage mit 1000 Befragten (März 2017) zeigt, dass 64 Prozent der Bevölkerung einen Nationalpark im Spessart befürworten.

Die Unterschriften sollen Ende Juni 2017 der Bayerischen Staatskanzlei übergeben werden.

Gemeinsame Aktion der Naturschutzverbände für einen Nationalpark im Spessart © Andreas Varnhorn / Greenpeace
Gemeinsame Aktion der Naturschutzverbände für einen Nationalpark im Spessart © Andreas Varnhorn / Greenpeace

Argumente für einen Nationalpark im Spessart

Die Nationalparks in Deutschland sind begehrte Naherholungs- und Fernreiseziele. Die 16 bisher ausgewiesenen Gebiete tragen somit nicht nur zum Erhalt der natürlichen Artenvielfalt bei, sie treiben auch die wirtschaftliche, touristische und infrastrukturelle Gesamtentwicklung einer Region voran. Dennoch sollten die Impulse für die Regionalentwicklung nicht im Vordergrund bei der Auswahl neuer Nationalparks stehen, sondern die Eignung des Naturraums.

Warum halten wir den Spessart für Nationalpark-tauglich? 

  • Der Spessart ragt bundesweit als eines der größten zusammenhängenden und ökologisch wertvollsten Waldgebiete Deutschlands mit einem weit überdurchschnittlichen Laubwaldanteil heraus.
  • Bei einer Auswertung der Eignung von Rotbuchenwäldern als UNESCO Weltnaturerbe wurde der Hochspessart als eines der neun bedeutendsten deutschen Buchenwaldgebiete genannt.
  • Im Spessart liegt mit fast 10.000 Hektar eines der größten Vorkommen der „Hainsimsen-Buchenwälder“. Außerdem umfasst der Spessart mit 28.393 Hektar eines der größten NATURA-2000-Vogelschutzgebiete Bayerns. Das Potential für eine Weiterentwicklung der Flächen zu Naturwäldern ist also groß.
  • Im Forstbetrieb Rothenbuch gibt es noch rund 1000 Hektar über 180 Jahre alte Buchen- und über 300 Jahre alte Eichenwälder, darunter der durch sein hohes Alter berühmte Heisterblock. Nirgendwo sonst in Bayern gibt es einen höheren Anteil an so alten Buchen- und Eichenbeständen.
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